Konzentrationsprobleme bei Kindern in der Schule

 

Fragt man Eltern, ob ihr Kind Konzentrationsprobleme in der Schule bzw. beim Lernen hat, lautet die Antwort in der Regel, dass ihr Nachwuchs durchaus Schwierigkeiten hat, die großen Mengen an Lernstoff zu bewältigen und an den langen Schultagen konzentriert bei der Sache zu bleiben. Doch wann ist ein Schüler schlicht "normal" unaufmerksam (z.B. weil er gerade eigentlich eine Pause braucht oder der Unterricht schlicht langweilig ist... :-)) und wann leidet es unter einer wirklichen Konzentrations-schwäche?

 

Ich möchte in diesem Artikel auf zwei Themenbereich eingehen, welche relativ selten in Bezug auf Konzentrationsprobleme bei Kindern in der Schule aufgeführt und diskutiert werden:

1) Den richtigen Lernkanal bei Konzentrationsproblemen in der Schule wählen

Zum einen ist es neurobiologisch interessant zu wissen, dass es beim Lernen nämlich prinzipiell drei verschiedene Kanäle gibt, auf welchen Informationen wahrgenommen werden: Den visuellen, den auditiven sowie den kinästhetischen Kanal. Nutzt ein Schüler z.B. primär den kinästhetischen und/oder den visuellen Kanal, wird er im Frontalunterricht relativ wenig von den verbalen Informationen abspeichern – und statt dessen gerne aus dem Fenster schauen :) – was aber kein echtes  Konzentrations-problem bzw. Konzentrationsschwäche des Kindes in der Schule darstellt. Dieses muss den Lernstoff dann oftmals selbstständig zu Hause nachholen bzw. erarbeiten, was jedoch zu einer extremen Stressbelastung wird. Als typische Folgen stellen sich dann Versagensängste und Selbstzweifel (" Ich bin dumm weil ich es in der Schule nicht gleich verstehe!") ein, da das Kind die Ursache der Konzentrationsschwäche dann in der Regel bei sich selbst sucht.

Leider ist das Wissen über die verschiedenen Lernkanäle weder im gängigen Schulsystem noch vielen Ärzten bekannt - wodurch viele Kids ihr ganzes Leben lang versuchen auf dem falschen "Kanal" zu lernen. Eine wirkliche Hilfe für einen solchen Schüler und seine Konzentrationsprobleme in der Schule wäre es, den Lernstoff z.B. statt dessen primär über den visuellen und kinästethischen Kanal zu verinnerlichen - d.h. über das Lesen und Betrachten von Texten, Tafelbildern bzw. Fotos und durch das Aufschreiben der Inhalte.

2) Der Einfluss der Ernährung bei Konzentrationsproblemen in der Schule 

Ein weiterer relativ unbekannter Faktor, welcher von vielen Ärzten und Schulen in Bezug auf Konzentrationsprobleme bei Schülerinnen und Schülern in der Schule leider ignoriert wird, ist die Ernährung: Es gibt mittlerweile einige Studien, die darauf hinweisen, dass der Konsum von Zucker und Gluten bei Schülerinnen und Schülern einen großen Einfluss auf Konzentrationsprobleme hat. Anthony Williams beschreibt in seinem Buch "Mediale Medizin" sehr klar, dass insbesondere Zucker und Gluten eine direkte Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben und zu einer Überreizung führen, welche sich dann als Hibbeligkeit, Unaufmerksamkeit oder vermeintlich diagnostizierte "Konzentrationsprobleme" bzw. im Extremfall als „ADHS“ äußern. Hampelt ein Kind nun u.a. durch falsche Ernährung bedingt auf einem konstant hohen Stresspegel herum können neue Informationen neurologisch betrachtet gar nicht erst im Nervensystem bzw. Gehirn verarbeitet werden. Gerald Hüther vertritt z.B. die These, dass erst, wenn ein Schüler entspannt und motiviert vor den Aufgaben sitzt, sich neues Wissen im Gehirn vernetzen und verfestigen kann. Insofern ist es sehr lohnend im Falle einer Konzentrationsschwäche eines Kindes in der Schule sich auch mit der Ernährungsweise auseinanderzusetzen.

Entspannung hilft bei Konzentrationsproblemen in der Schule

Was kann Kindern aber nun bei bestehenden Konzentrationsproblemen in der Schule helfen? Neben einem gut strukturierten und machbaren „Lernplan“ mit ausreichend Pausen, einer gesunden Ernährung und lernen auf dem richtigen "Kanal" kann insbesondere ein Kinder- und Jugendcoaching helfen, Lernblockaden, Stress und Ängste direkt im Unterbewusstsein aufzulösen: Denn oftmals liegt die Ursache von Konzentrationsproblemen in der Schule in verborgenen (Stress-)Mustern oder Ängsten, welche die Schüler daran hindern voller Freude und mit gesundem Selbstvertrauen zu lernen. 3%